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Frankreich 2007 mit den Netbikern

1. Die Anreise

Es ist Donnerstag morgen, das Wetter ist alles andere als einladend um eine grössere Tour oder überhaupt Motorradzufahren, aber wir haben uns entschlossen uns auf den Weg nach Südfrankreich zu begeben. Natürlich nicht auf dem kürzesten Weg auf der Autobahn, sondern über die Landstrasse bis zum Mittelmeer und von dort hinüber nach Frankreich und dann wieder ab in die Berge. Nachdem der Weg also feststeht und der morgentliche unwillen überwunden ist, setzen wir uns in Bewegung von unserem Ausgangsort Rosenheim im zu diesem Zeitpunkt sehr sehr trüben Obayerbayern gehts erst einmal nach Innsbrurck wo wir der Brennerstrasse folgend den Alpenhauptkam überschreiten, leider macht das mit uns auch noch jede Menge Wolken, die uns so bis Brixen im Nacken sitzen. Dort wird es aber zu unserer Freude schlagartig schöner und vorallem sehr viel wärmer, so dass wir unsere wohlverdinte Mittagspause bereits oberhalb von Bozen auf dem Ritten geniesen können.
Gestärkt verlassen wir den Lossmannhof und setzen uns über die Berge weiter in Richtung Süden in Bewegung. So dass wir nach weitern 4 Stunden Fahrt den Gardasee erreichen, wo wir erst unsere benzinvorräte und danach die Lust nach einem Cappoccino befriedigen. Übernachten werden wir etwas oberhalb des See in Tignale das wir über eine sehr sehr Kurvige Strasse mit herlichem Bergblick erreichen. Dort lassen wir den Tag dann nach einer ausgiebigern Dusche und einer leckeren Pizza mit viel Rotwein standesgemäss ausklingen.

Freitag Morgen gehts dann am Gardasee entlang bis nach Brescia von wo wir bis Piecenza die Autobahnnehmen um uns dann über die S4 richtung Genua durchzuschlängeln. Dies wird aber zu gunsten herrlichster Hügel und kurvigster Strassen nach etwas der halben Strecke aufgegeben. Den die Hügel zwischen Asti und Cueno sind auch für mich noch völlig unervorschtes Land und verlangen geradezu danach erkundet zu werden. Also geht es Stunden lang durch und über Weinberge und einsame Dörfer, bis wir abends dann unser Zimmer in der nähe von Cueno beziehen. Dort angekommen stärken wir uns erst mal wieder bei einem herzhaften und leckeren Abendessen, das uns von einer sehr hübschen und lebensfreudigen Bedienung serviert wird.

Samstags gleich nach dem Aufstehen und einem kurzen bereits französisch angehauchten Frühstück geht es dann wieder weiter um nach ca. einer halben Stunde die Grenze zu Frankreich und den Seealpen zu überschreiten. Das Navi meldet da bereits nur noch 190 km und knapp 3 Stunden Fahrzeit, was sich aber bald als leichte Illusion herausstellen wird. Den 2 Stunden und 150 km weiter haben wir erst gut 20 km Richtung Ziel gutgemacht, was aber die super einsamen und kurvigen Strecken mehr als wettmachen. Also geht es weiter auf kleinen unbekannten Wegen dem Ziel langsam aber stetig näher immer mit dem Erlebnis hinter der nächsten Kurve eine neue Kurve und ein noch schöneres Tal oder höhren Berg zu finden. So dass wir erst gegen 17 uhr das Zentralmassiv verlassen und uns wieder Richtung Vaison la romain auf den Weg machen, das wir dann auch kurz nach 18.30 erreichen, also 6 Stunden nach der vom Navi am Start in Cueno errechneten Ankunftszeit.

1.6.07 08:30

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